Neues von GuideCom

Und plötzlich ist sie wieder da: Die Aufregung vor dem ersten Mal

Welche Auswirkungen die aktuelle Situation auf Recruiting und Onboarding bei der GuideCom haben

Jeden Tag begegnen uns aktuell zahlreiche Herausforderungen; viele Kolleginnen und Kollegen, die ihre Zeit normalerweise fast ausschließlich in der Bahn und beim Kunden vor Ort verbringen, sitzen nun im Home Office und unterstützen, nicht weniger tatkräftig, aus der Ferne. Rein technisch – und das ist natürlich ein großer Vorteil – hat diese Umstellung für uns keine nennenswerten Herausforderungen dargestellt, da die Remote-Arbeit für uns auch vorher schon zum Alltag gehörte. Doch in einem Unternehmen, in dem Persönlichkeit nicht nur großgeschrieben wird, sondern ein großes Stück der DNA ausmacht, ist eine komplett digitalisierte Kommunikation natürlich mit vielen innerlichen Fragezeichen verbunden.

Zwei Bereiche, in denen unsere Persönlichkeit einzigartig wirkt und auf die die aktuelle Situation daher auch großen Einfluss hat, sind unser Recruiting und Onboarding. Wir haben daher mit Lars Duibjohann, bei uns verantwortlich für das Recruiting, und Silke Hitzges, neuester Zugang der GuideCom Familie, gesprochen, um herauszufinden, wie sie die aktuelle Situation erleben.

 

 

Lieber Lars, wenn du auf die letzten Wochen zurückschaust, an welche Situationen erinnerst du dich besonders? Was hat für dich die größte Herausforderung dargestellt? 

„Nach über 12 Jahren bei der GuideCom, in denen ich natürlich ein erstes Kennenlernen mit Bewerberinnen und Bewerbern schon über einen digitalen Austausch durchgeführt habe, war ich vor meinem ersten „richtigen“ digitalen Kennenlernen schon aufgeregt.

Unser gesamter Auswahlprozess ist bei uns sehr besonders – besonders persönlich. Uns ist es elementar wichtig, dass die potenziellen Neuzugänge uns und unsere Persönlichkeit authentisch wahrnehmen und erleben. Genauso möchten wir einen Menschen nicht nur kennenlernen, wir möchten verstehen, was ihn antreibt, was ihm wichtig ist und was seine Ziele sind. Nur so können wir – und genauso unser Gegenüber – ein wirklich gutes Gefühl dafür bekommen, ob wir eine gemeinsame berufliche Reise starten sollen. 

Aber all das in einer digitalen Umgebung – wie soll das funktionieren?
Von daher muss ich wirklich zugeben, dass ich vor diesem ersten Mal ziemlich angespannt und aufgeregt war. Es gingen mir viele, eigentlich absolut banale Fragen durch den Kopf: Ist meine Kamera auf der richtigen Höhe? Wird die Technik ebenso durchhalten wie ich? Und wie persönlich kann ich wirken – und wie erlebt es der Kandidat?

Heute stehe ich vor dem 13. Vorstellungsgespräch in fünf Arbeitswochen - im Schnitt also alle zwei Tage ein Gespräch! Eine Wahnsinnsquote für die Corona-Zeit mit wahnsinnig vielen, tollen Erfahrungen.
Ja, das Lampenfieber war gut und bestimmt auch richtig, aber nach den ersten Minuten war alles verflogen. Ersetzt das digitale Kennenlernen das persönliche? Nein, auf gar keinen Fall! Aber es ist ein richtig guter Weg, das erste intensive GuideCom-Date elegant, humorvoll und gleichzeitig informativ zu gestalten. Es ist toll, die GuideCom zu den Kandidatinnen und Kandidaten nach Hause zu bringen und genauso unsere potenziellen Kolleginnen und Kollegen in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen – mit aller Menschlichkeit, die das so mit sich bringt – denn genau das zeichnet uns aus.“

 

Und gibt es auch etwas, was sich – vielleicht auch überraschenderweise – positiv verändert hat? Erfahrungen, die du sonst vielleicht nicht gemacht hättest und du dir auch für die „Zeit danach“ beibehalten möchtest?

„Das Thema Home Office ist für die GuideCom und daher auch für mich nicht neu. Wenn Bedarf besteht, bei mir meist aus familiären Umständen, arbeite ich von zuhause. Zurzeit belege ich natürlich sehr oft, genau genommen tagtäglich, das Arbeitszimmer meiner Frau und genieße ein leckeres Mittagessen mit meiner Familie… OK, das alles ist eher eine Herausforderung für meine Frau... Ich vermisse meine Radfahrten zum Hafen, den Kitchen-Talk und den direkten Austausch mit den Kollegeninnen und Kollegen, und natürlich ist die Mischung aus Home Office und –schooling eine echte Herausforderung – aber es ist effizient. Auch wenn mir die GuideCom-Hafen-Atmosphäre mit dem coolsten Team der Welt wirklich fehlt, schließe ich mich auch zukünftig wieder gerne zuhause ein, wenn es mal wieder ein Projekt gibt, das Ruhe und Abgeschiedenheit erfordert – und meine Frau mir nochmal den Schlüssel zum Arbeitszimmer gibt.“

 

 

 

Liebe Silke, im Rahmen eines Jobwechsels hat man ja immer viele Fragezeichen; er ist mit ganz vielen Chancen, aber ehrlicherweise auch mit einigen Risiken verbunden. Wie haben sich die letzten Wochen für dich angefühlt?

„Die letzten 8 Wochen waren für mich ziemlich aufregend. Die Unsicherheit, die bei einem Jobwechsel anfangs sowieso schon gegeben ist, war groß - und in dieser besonderen Zeit sicherlich noch ein bisschen größer: Wie wird es werden, wie werde ich meine neuen Kolleginnen und Kollegen kennenlernen, wie werde ich eingearbeitet, werde ich überhaupt vor Ort sein können und vor allem: Wird das neue Unternehmen wirtschaftlich der Corona-Krise standhalten können? So viele Fragen und Fragezeichen – doch wirklich geholfen dabei hat mir, dass ich mit all diesen Gedanken nicht allein gelassen wurde. Einer der Geschäftsführer war telefonisch für mich jederzeit erreichbar, und mein Mentor, der schon Wochen vor meinem ersten Tag mit mir per Mail und WhatsApp Kontakt aufgenommen hat, hat mir das Gefühl gegeben, nicht nur willkommen zu sein, sondern bereits voller Vorfreude erwartet zu werden. Das hat mich enorm beruhigt und mir wieder ein Gefühl der Sicherheit gegeben.“

 

Wie lief das Onboarding dann ganz konkret bei dir ab? Wie hast du die verschiedenen Maßnahmen erlebt?

„Am 01. April hatte ich meinen ersten Tag und wurde direkt von meinem Mentor empfangen. Natürlich waren nicht so viele Kolleginnen und Kollegen aus meinem neuen Bereich vor Ort, so dass das typische „kennenlernen und Namen behalten“ – Spiel nicht so schwierig war. Das änderte sich schlagartig, als am zweiten Tag die digitalen Speeddatings begannen: Im ersten Video-Call mit der Geschäftsführung war das natürlich noch machbar – hier hat mich allerdings extrem beeindruckt, dass alle sich spürbar gerne die Zeit genommen haben, mich persönlich willkommen zu heißen und zu begrüßen. Im zweiten Call mit meinem Fachbereich und so mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen ging das muntere „Namen hören und versuchen zu behalten“ dann gleich los. Aber ich wurde so nett per Chat-Nachrichten und „Likes“ während des Calls von meinem neuen Team begrüßt, dass auch diese Hürde mir ganz schnell genommen wurde. Nach dem „1. Woche Feedback-Gespräch“, in dem ich wieder einmal merkte, wie stark es hier um das „Wie geht es dir“ und „Wie hast du die Zeit bisher wahrgenommen und erlebt“ geht, war ich dann endgültig bei der GuideCom angekommen. Und das nicht nur faktisch in meinem neuen Arbeitsverhältnis, sondern – und das ist für mich noch immer sehr beeindruckend – trotz „Social-Distancing“ und einem weitest gehend rein digitalen Onboarding-Prozess - auch emotional.“

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